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Regionalwettbewerb Staufen/Alb von Jugend forscht 2017

Die Stadt Donzdorf hat als Patenunternehmen erstmals den Regionalwettbewerb Staufen/Alb als einen von insgesamt 11 „Jugend forscht“ Wettbewerben in Baden-Württemberg organisiert

Unter dem Motto „ Zukunft – ich gestalte sie“ präsentierten am 17. und 18.02.2017  69 Kinder- und Jugendliche ihre Projekte in  7 verschiedenen Fachbereichen.

Es wurden 9 Projekte in der Sparte „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) und 22 Projekte in der Sparte „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) einer fachkundigen Jury und auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits bei den „Schüex“-Teilnehmern konnte man den Forscherdrang deutlich spüren. Die Konstruktion eines Amphibienfahrzeugs, einer Messstation in Form einer Drohne sowie einer Roboterplattform wurde im Bereich Technik erklärt.

Den 1. Preis in Physik und somit die Fahrkarte zum Landeswettbewerb nach Balingen erhielten die jüngsten Teilnehmer Jannik (12) und Fabian (10) Kümmerle vom Raichberg -Gymnasium und der Hardtschule in Ebersbach. Sie haben die Stabilität von Papierbrücken getestet, dokumentiert und dabei festgestellt, dass dank einer bestimmten Falttechnik die Belastbarkeit einer Papierbrücke über 100 kg beträgt.

Die Recherche von Jan Hoyler vom Freihof-Gymnasium in Göppingen im Bereich Biologie ergab, dass an seiner Schule die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer mehr Bakterien aufweist, als der Türgriff zur Toilette.

Tim Palm vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd erhielt den 1.Preis in Mathematik/Informatik. Er hat nach Lösungsstrategien zum Spiel MasterMind gesucht und diese mit einem eigenen Computerprogramm umgesetzt. Auch er wird am Landeswettbewerb teilnehmen.

Der 14-jährige Paul Beeg vom Gymnasium Plochingen hat bereits zum 3.Mal an einem Wettbewerb teilgenommen. Paul hat für seine Roboterplattform mit Präzisionsfahrwerk nicht nur den Regionalsieg sondern auch den Nachwuchs-Innovationspreis des Fraunhofer-Instituts erhalten.

Im Fachgebiet Biologie „Jugend forscht“ erarbeiteten Jasmin Bellemann und Lisanne Wölz vom Rechberg-Gymnasium Donzdorf eine Forschungsarbeit mit dem Titel Olivenöl – Hoffnungsträger bei der Bekämpfung der Varoamilbe. Mit natürlichen Mitteln wie Olivenöl soll die Fortpflanzung der Milbe unterbunden werden, um so das bei uns verbreitete Bienensterben zu bekämpfen. Bei insgesamt 9 Projekten in Bio konnten sie sich jedoch nicht gegen die starke Konkurrenz vom Landesgymnasium für Hochbegabte und dem Freihof-Gymnasium durchsetzen. Es wurde die Effizienz von Spültechniken, die Wirkung von Vitamin C und Gewürzen untersucht.

„Gefahr aus dem Stall – Antibiotikaresistenz in Rohmilchbakterien“ von Julia Piazolo und Margaretha Feulner wurde auf sehr hohem Niveau erarbeitet und präsentiert. Sie erreichten den 1.Preis und den Regionalsieg. Gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Anna Grosch und Frederike Lohmann vom Landesgymnasium, die mit dem Projekt in Chemie „Elektrizität aus Pflanzen? Vom Feldsalat zur Batterie“ ebenfalls einen Regionalsieg erzielten, haben sie sich für dieTeilnahme am Landeswettbewerb in Fellbach qualifiziert.

Auch Christian Wallisch vom Freihof-Gymnasium konnte sich mit der Untersuchung von Mustern und Strukturen der Primzahlen einen Regionalsieg in Mathematik/Informatik sichern.

Großes Interesse bei den Besuchern fand das Modellauto von Julian Kugler, Kai Nossek und Jens Beißwenger vom Berufl.Schulzentrum in Schwäbisch Gmünd. Sie haben das Modellauto über ein selbstprogrammiertes Programm mit Hilfe einer Kamera, welche die  Bilder per WLAN überträgt, gesteuert.

Der Rollator von Tobias und Max Fleischer, ebenfalls vom Freihof-Gymnasium, war der absolute Publikumsliebling. Die beiden Brüder haben einen handelsüblichen Rollator mit einem elektrischen Bordsteinüberwindungssystem ausgestattet um so körperlich eingeschränkten Menschen das Überqueren von Bordsteinen oder Absätzen zu ermöglichen. Auch sie haben sich die Teilnahme am Landeswettbewerb durch den Regionalsieg in Technik gesichert.

Bei einer Feierstunde in der Mensa der Messelbergschule wurden die Preisträger ausgezeichnet und auch die Betreuer und teilnehmenden Schulen geehrt.

Einen Schulpreis erhielten das Freihof-Gymnasium Göppingen sowie das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd für mehr als 4 eingereichte Projekte.

Den Betreuerpreis für besonderes Engagement und langjährige Teilnahme an „Jugend forscht“ Wettbewerben erhielt Herr Matthias Drescher vom Rechberg-Gymnasium in Donzdorf. Herr Drescher nimmt nun schon mehr als 5 Jahre als betreuender Lehrer teil. Seinen Kontakten zu Jugend forscht ist es zu verdanken, dass mit der Stadt Donzdorf ein weiteres Patenunternehmen zur Wettbewerbsveranstaltung gefunden wurde.

Ein solcher Wettbewerb kann jedoch nur mit der finanziellen Hilfe großzügiger Unterstützer durchgeführt werden. Wir danken deshalb ganz besonders der Vector Stiftung und dem Louis Schuler Fonds, ohne deren Hilfe dies nicht möglich gewesen wäre.

Ebenso danken wir den regionalen Unterstützern, der Volksbank Göppingen eG und der  Kreissparkasse Göppingen für die Geldpreise und den Firmen Trigema,  Nuclear Blast  und dem Autohaus Müller für die Sachpreise.

Ganz besonders haben wir uns auch über die Sach- und Dienstleistungen gefreut, welche wir so zahlreich bekommen haben. Wir danken der Firma Aqua Römer für die Getränke während des Wettbewerbs, der Firma MayersBäck für die Brezeln, der Manufaktur Jörg Geiger für die Prisecco Spende zur Feierstunde und der Firma Strahlbau Wendeler, die uns kurzfristig einen Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung gestellt haben.   

Landeswettbewerb in Fellbach vom 22.-24. März 2017

Zum Landeswettbewerb Jugend forscht in Fellbach sind von unserem Regionalwettbewerb in Donzdorf 4 Projekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik und Technik angetreten.

Das Projekt „Elektrisches Bordsteinüberwindungssystem für Rollatoren“ von Max und Tobias Fleischer belegte im Fachbereich Arbeitswelt den 2. Platz sowie den Sonderpreis „ Innovation für Menschen mit Behinderung der Christoffel Blindenmission.

Landessieger in Biologie wurde das Projekt von Julia Piazolo und Margaretha Feulner „Antibiotikaresistenzen in Rohmilchbakterien – Die Gefahr aus dem Stall“. Die beiden Schülerinnen des Landesgymnasiums für Hochbegabte sind damit als Erstplatzierte die Vertreterinnen für Baden-Württemberg beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ , welches dieses Jahr in Erlangen ausgetragen wird. Außerdem erhielten sie zusammen mit ihrer Betreuerin, Frau Dr. Tsalastra-Greul, eine Einladung zur Abschlussveranstaltung der Nobelpreisträger nach Berlin.

Wir beglückwünschen die Beiden für diese hervorragende Leistung.